pixiestaub
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Teil 2

"Sarah?!?"
"Mhhmm?" stöhnte ich leise auf.
"Sarah, wach auf! Mach die Augen auf, bitte!" Jascard schrie mich an. Warum schrie er mich an? Wo war ich? Und warum tat mein Kopf so weh? Mühsam öffnete ich die Augen und schloss sie sofort wieder, da sich alles um mich herum drehte.
Ich fluchte und öffnete die Augen erneut. Jascard saß auf meinem Bauch und schaute mich mit besorgter Miene an. "Was ist passiert Sarah? Du blutest. Sag mir sofort was passiert ist!" Seine kleinen Flügel färbten sich dunkelrot.
"Ich hab keine..." setze ich an und verstummte. Die Katze. Die roten Augen.
Ich sah an mir herunter, aber sah kein Blut.
"Hier...", Jascard flog zu meinem Schlüsselbein und zeigte auf meine linke Halsseite.
"Was zum..." ich griff mit der Hand an den Hals und erschrack, als ich das Blut an meinen Fingern sah. "Heilige Scheisse."
"Sarah, sag mir jetzt sofort was passiert ist! Ich war nur zwei Minuten weg und finde dich ohnmächtig und blutend am Boden liegen." Jascard flatterte aufgeregt um meinen Kopf und leuchtete blutrot vor Sorge und Aufregung.

"Ich weiß es nicht mehr genau.", sagte ich. Da war diese Katze. Und Augen, rote Augen. Kannst du dich an die Katze erinnern? Die dreifarbige? Hatte die vorhin nicht blaue Augen? Jedenfalls bin ich dir in den Wald nachgerannt. Du warst weg, aber die Katze tauchte plötzlich vor mir auf. Und hat mich komisch angesehen. An mehr kann ich mich nicht erinnern."
Ich streckte meine Hand aus und Jascard flog auf meine Finger. Ich spürte ihn wie immer kaum, seine winzigen Füße berührten meine Handfläche und seine geringelten roten Hosen konkurrierten mit dem Rot des frischen, glänzenden Blutes auf meinen Fingern.
"Um die Katze kümmern wir uns später! Erst einmal müssen wir dich ganz machen, ok?"
Er flog vor mein Gesicht und sah mir besorgt in die Augen, aber seine Flügel wurden schon wieder langsam bunt und schillernd wie ich sie kannte. Ich lächelte und verzog sofort wieder das Gesicht, als mir ein stechender Schmerz in den Hals fuhr.
"Aua! Ja, bitte... Kannst du da etwas tun?", fragte ich ihn.
"Na mal sehen, was ein bißchen Pixiestaub hier bewirken kann!", lächelte er zurück und flatterte in Richtung zu der Wunde am Hals.
"Oh je, das ist ein ganz klarer Biss!", sagte er. Und das Mistvieh muss lange Zähne gehabt haben, du hast scheinbar viel Blut verloren."
Er flog näher an meinen Hals heran, so dass ich seinen feinen Flügelschlag als leises hohes Surren hören konnte. Fast glaubte ich seine Flügelspitzen an meiner Wange zu spüren. Er beugte sich herunter und leckte an meinem Blut.
"Ihgitt!", schüttelte er sich und verstreute dabei glitzernden Staub. "Wie können andere Wesen so verrückt nach dem Zeug sein. Für mich schmeckt das einfach nur metallisch."
Ich legte den Kopf schräg, so dass er besser an die Wunde herankam. Jascard bewegte seine winzig kleinen Pixiefinger, schloß die Augen, murmelte etwas, was ich nicht verstand und ließ goldenen Pixiestaub auf den Biss rieseln. Ich spürte ein Ziehen im Hals, wieder einen kurzen, heftigen Schmerz und dann Erleichterung.
"Danke mein Kleiner! Ich glaube, du hast es mal wieder geschafft!"
"Puh, ja, die Wunde war zwar klein, aber tief. Und noch etwas, Sarah. Ich habe ein ungutes Gefühl bei der Sache. Irgendetwas geht von der Wunde aus. Etwas, was ich nicht heilen kann. Etwas, was irgendwie nun in dir ist. Keine Ahnung, wie ich es dir besser beschreiben soll.
Wenn du dich irgendwie merkwürdig fühlst ..." er sprach den Satz nicht zuende.

Ich stand auf und klopfte mir den Schmutz von der Hose und meinem Mantel. "Ausser das mir schwindelig ist und mein Kopf sich anfühlt, als würde er gleich platzen geht es mir gut. Glaube ich" sagte ich weniger zu Jascard, als zu mir selbst. "Wir haben noch einen Job zu erledigen. Und wenn du keinen Ärger von Mariska bekommen willst, weil du zum Frühstück nicht zu Hause bist..." ich zwinkerte ihm zu und konnte sehen, wie sein Wangen rote Farbe annahmen.
Er kletterte in meinen Schal und sagte "Ich nehme einen Schluck Honig, Hexchen."

 

 
Wer hat an der Uhr gedreht?!  
   
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